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«Nachhaltige Unternehmensentwicklung als Sicherheit für die Kunden»

Verwaltungsratspräsident Jens Alder zum Geschäftsjahr 2013

Sehr geehrte Kunden, Partner und Mitarbeitende

2013 war für die Sanitas Gruppe wiederum ein gutes Geschäftsjahr. Bei einem leicht tieferen Prämienvolumen von 2,484 Milliarden Franken betrug das Gruppenergebnis 97,2 Millionen Franken. Damit kann Sanitas zum vierten Mal hintereinander ein positives Resultat ausweisen, vor allem dank der guten Situation in den Zusatzversicherungen und auf der Anlagenseite. Dank dieses überzeugenden Ergebnisses kann Sanitas für die Sicherheit ihrer Kundinnen und Kunden die Rückstellungen erhöhen und das Eigenkapital stärken. Diese Massnahmen sind Ausdruck unserer langfristigen und auf Kontinuität ausgerichteten Unternehmensstrategie.

Nachhaltige Unternehmensentwicklung und Governance

Sanitas pflegt eine transparente Unternehmensführung auf der Basis der Grundsätze von «Good Governance». Dies schliesst eine nachhaltige und kalkulierbare Unternehmensentwicklung ein. Als Ausdruck dieses Selbstverständnisses setzt Sanitas alles daran, ihren Versicherten und Leistungserbringern ein verlässlicher Partner zu sein. Sanitas bemüht sich deshalb, Tendenzen zu Volatilität, welche besonders in der Grundversicherung im Markt bestehen, entgegenzuwirken, indem von einem aggressiven Vertriebsmarketing bewusst abgesehen wird. Vielmehr strebt Sanitas auch in diesem Bereich eine nachhaltige Entwicklung an. Das zeigt sich auch darin, dass die internen, für die Kadermitarbeitenden massgebenden Unternehmensziele sowohl zu finanziellen Kennzahlen wie auch zum Versichertenbestand und zur Kundenzufriedenheit für einen Zeitraum von drei Jahren festgelegt werden.

Online-Ausrichtung ausgebaut

Eine der strategischen Stossrichtungen besteht darin, Sanitas als führenden Online-Krankenversicherer zu etablieren. 2013 haben wir auf diesem Gebiet markante Erfolge erzielt: 80 000 Versicherte im Online-Kundenportal, mehr als 5000 über den Online-Verkaufsprozess generierte Abschlüsse – das sind konkrete und eindrückliche Beispiele dafür. Der Verwaltungsrat wird die strategische Positionierung im digitalen Umfeld weiter vorantreiben, um die Chancen im Zusammenhang mit der technologischen und der gesellschaftlichen Entwicklung in Zukunft optimal nutzen zu können. Mit dem per 1. Januar 2014 neu geschaffenen Departement Business Transformation wird diese Ausrichtung auch in der Organisation verankert.

Strategische Partnerschaften zahlen sich aus

Die verbindliche strategische Vertriebspartnerschaft mit der Swiss Life-Gruppe hat sich im vergangenen Geschäftsjahr sehr erfreulich entwickelt. So gelang es Swiss Life, die Zahl der Neukunden für Sanitas gegenüber dem Vorjahr deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig entwickelten sich auch die Kooperationen mit weiteren Vertriebspartnern aus der Privatassekuranz, mit denen Sanitas teilweise seit Jahrzehnten zusammenarbeitet, positiv. Auch in diesen Kanälen konnten mehr Neukunden als im Vorjahr gewonnen werden.

Sanitas pflegt die Zusammenarbeit zu Akteuren, die sich für ein liberales wettbewerbsorientiertes Gesundheits- und Versicherungssystem einsetzen. Folglich engagiert sich Sanitas seit Jahren im Schweizerischen Versicherungsverband SVV, wobei hier vor allem die Zusatzversicherungen im Fokus stehen. Als konkreten Beitrag zu einem pluralistischen Krankenversicherungssystem gründete Sanitas im April 2013 zusammen mit anderen Kassen den Krankenversicherungsverband curafutura und will diesen als innovative, neue Kraft aktiv mitgestalten.

Einheitskassenabstimmung steht vor der Tür

Voraussichtlich im Herbst 2014 werden die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Einführung einer öffentlichen Krankenkasse abstimmen. Dies ist mitunter ein Zeichen des Unmuts in der Bevölkerung gegenüber den Krankenversicherern. Sanitas nimmt dies ernst. Offenbar gelang es zu wenig, die Vorteile des heutigen Systems darzulegen. Gleichzeitig ist Sanitas überzeugt, dass die Versicherten in der Schweiz von einem wettbewerbsorientierten Gesundheitssystem mehr profitieren können als von einer Einheitskasse. Sie lehnt die Initiative deshalb ab, nicht zuletzt, um ihren Versicherten auch in Zukunft echte Wahlmöglichkeiten zu bieten.

Besten Dank

Im Namen des Verwaltungsrats danke ich unseren Kundinnen und Kunden sowie unseren Geschäftspartnern für ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Unser Dank gebührt auch allen Mitarbeitenden für ihr loyales, engagiertes Wirken im vergangenen erfolgreichen Geschäftsjahr.


Jens Alder
Präsident des Verwaltungsrats