• Print

Sanitas Gruppe mit gutem Ergebnis und erhöhtem Eigenkapital

Die Sanitas Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Unternehmensgewinn von 97,2 Mio. Franken. Damit kann sie an ihren Erfolg des letzten Jahres anschliessen. Beigetragen haben die soliden versicherungstechnischen Resultate, vor allem bei den Zusatzversicherungen, ein sehr gutes Ergebnis der Kapitalanlagen sowie der geringe Kostensatz. Alle Gesellschaften sind gut kapitalisiert und übertreffen die Anforderungen der FINMA und des Bundesamts für Gesundheit.

Mit 97,2 Mio. Franken (Vorjahr 154,4 Mio. Franken) konnte die Sanitas Gruppe wiederum ein ausgezeichnetes Unternehmensergebnis erzielen. Davon entfallen 7,3 Mio. Franken auf die Grundversicherung KVG und 89,9 Mio. Franken auf die Zusatzversicherung nach VVG. Der Abschluss der Sanitas Gruppe erfolgt nach dem Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER 41 in Verbindung mit Swiss GAAP FER 30. Seit 2012 gilt in der Branche Swiss GAAP FER 41 verbindlich für die aufsichtsrechtlichen Einzelabschlüsse in der Grundversicherung.

Das Prämienvolumen der Sanitas Gruppe lag im Geschäftsjahr 2013 mit 2,484 Mrd. Franken geringfügig unter dem Vorjahresniveau von 2,495 Mrd. Franken. In der Grundversicherung sanken die Prämien leicht von 1,789 Mrd. Franken auf 1,773 Mrd. Franken. In der Zusatzversicherung erhöhte sich das Prämienvolumen hingegen von 706,3 Mio. Franken auf 711,1 Mio. Franken. Die Combined Ratio in der Grundversicherung betrug 100,6% (Vorjahr 97,8%). In der Zusatzversicherung verbesserte sie sich von 93,2% auf 89,0%.

In der Grundversicherung blieb der Verwaltungskostensatz mit 5,9% (Vorjahr 5,6%) auf tiefem Niveau. Im VVG-Geschäft betrug er 12,2% und war damit praktisch gleich hoch wie im Vorjahr (12,1%). Der Betriebsaufwand stieg um 2,8% von 183,0 Mio. Franken auf 189,2 Mio. Franken.

Ausgezeichnetes Finanzergebnis

Der Wert der Kapitalanlagen der operativen Sanitas Gesellschaften stieg im Berichtsjahr um 279,6 Mio. Franken und erreichte 2,558 Mrd. Franken. Die Performance auf dem Gesamtvermögen betrug erfreuliche 4,3%. Sowohl die Grund- als auch die Zusatzversicherung erzielten gute Ergebnisse. Die Liquidität betrug 304,3 Mio. Franken (Vorjahr 413,5 Mio. Franken) und verbleibt damit auf hohem Niveau.

Sanitas wird die Finanzmärkte weiterhin sehr genau beobachten und die in den Vorjahren eingeleitete defensive Anlagestrategie beibehalten. In allen Anlageklassen – Obligationen, Aktien, Immobilien und Übrige – werden die Risiken systematisch tief gehalten und laufend überprüft. So minimiert Sanitas die potenziellen Ausfallrisiken. Den saisonbedingten Schwankungen im Verlauf des Versicherungsgeschäfts trägt sie durch eine vorsichtige Liquiditätsplanung Rechnung.

Eigenkapitaldecke verstärkt, Reservenquote erhöht

Per 31. Dezember 2013 betrug das konsolidierte Eigenkapital nach Swiss GAAP FER 41 in der Sanitas Gruppe 634,1 Mio. Franken im Vergleich zu 543,9 Mio. Franken zum Ende des Vorjahrs. In diesen Werten enthalten ist der Anstieg der KVG-Reserven auf 17,9% (Vorjahr 17,3%). Für Sanitas beträgt die KVG-Reserve nun 13,1%, für Wincare 24,3% und für Compact 33,6%.

2012 führte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den KVG-Solvenztest ein. Die sich daraus ergebenden neuen Reserveanforderungen müssen bis ins Jahr 2017 erfüllt werden. Alle drei KVG-Gesellschaften der Sanitas Gruppe erfüllen diese Vorgabe bereits heute. Für die Gesellschaften, die das Zusatzversicherungsgeschäft betreiben, gelten die Eigenkapitalanforderungen nach Swiss Solvency Test (SST) und Solvenz 1. Beide VVG-Gesellschaften der Sanitas Gruppe übertreffen die geforderten Werte deutlich.

Sanitas Grundversicherungen AG (KVG)

Das Prämienvolumen der Sanitas Grundversicherungen AG stieg um 43,3 Mio. Franken auf 1,071 Mrd. Franken. Gleichzeitig nahmen auch die Bruttoleistungen zu, und zwar von 1,019 Mrd. Franken auf 1,158 Mrd. Franken. Die Zahlungen in den Risikoausgleich stiegen von 47,5 Mio. Franken im Jahr 2012 auf 59,3 Mio. Franken. Zusammen mit dem Ergebnis der Kapitalanlagen von 3,6 Mio. Franken (Vorjahr 6,2 Mio. Franken) führte dies zu einem Resultat von –9,5 Mio. Franken (Vorjahr +25,7 Mio. Franken). Die Combined Ratio stieg damit auf 101,4% (Vorjahr 98,3%). Die Reserven sanken von 14,5% im Vorjahr auf 13,1% im Geschäftsjahr 2013. Der Kostensatz blieb mit 5,9% auf tiefem Niveau stabil.

Sanitas Privatversicherungen AG (VVG)

Das Prämienvolumen der Sanitas Privatversicherungen AG erhöhte sich um 13,1 Mio. Franken von 494,2 Mio. Franken auf 507,3 Mio. Franken. Die Bruttoleistungen stiegen von 367,0 Mio. Franken auf 390,7 Mio. Franken. Der Verwaltungskostensatz konnte von 13,9% auf 13,6% gesenkt werden. Die Combined Ratio lag mit 96,0% nochmals unter dem bereits guten Vorjahreswert von 97,1%. Das Finanzergebnis der Sanitas Privatversicherungen AG entwickelte sich sehr positiv und übertraf die Erwartungen markant. Das gute Ergebnis erlaubt es, die Rückstellungen zugunsten der Versicherten erheblich auszubauen; die Sanitas Privatversicherungen AG ist für die Zukunft sehr gut positioniert.

Wincare Versicherungen AG (KVG)

Die Wincare Versicherungen AG erzielte im Jahr 2013 ein sehr gutes Ergebnis und konnte ihre Reserven nochmals verstärken. Zwar sank das Prämienvolumen um 43,6 Mio. Franken von 669,6 Mio. Franken auf 626,0 Mio. Franken. Gleichzeitig sanken aber die Leistungen in einer ähnlichen Grössenordnung. Die erhaltenen Zahlungen aus dem Risikoausgleich erhöhten sich von 164,4 Mio. Franken auf 184,0 Mio. Franken. Die Combined Ratio lag mit 99,9% über dem Vorjahreswert von 97,2%. Der Verwaltungskostensatz verharrte auf tiefen 5,9%.

Über den Erwartungen entwickelte sich das Finanzergebnis, das mit 12,9 Mio. Franken besser ausfiel als im ebenfalls guten Vorjahr (9,2 Mio. Franken). Die Sicherheitsreserven gemäss KVG betragen 152,2 Mio. Franken. Im Verhältnis zum Prämienvolumen betragen die Reserven nun 24,3% des Versicherungsertrags.

Wincare Zusatzversicherungen AG (VVG)

Die Wincare Zusatzversicherungen AG erreichte wiederum ein glänzendes Ergebnis von 71,2 Mio. Franken (2012: 58,5 Mio. Franken). Das Prämienvolumen sank um rund 8,4 Mio. Franken auf 203,8 Mio. Franken. Die Versicherungsleistungen stiegen um 5,8 Mio. Franken von 141,2 Mio. Franken auf 147,0 Mio. Franken. Im Gegenzug konnten Schadenrückstellungen in der Höhe von 15,8 Mio. Franken aufgelöst werden. Der Verwaltungskostensatz stieg im Berichtsjahr von 8,0% auf weiterhin tiefe 8,9%. Die Combined Ratio erreichte mit 71,7% ein ausserordentlich erfreuliches Niveau (Vorjahr 84,0%). Die Solvenz der Wincare Zusatzversicherungen AG verbesserte sich nochmals deutlich und erreichte einen hervorragenden Wert.

Compact Grundversicherungen AG (KVG)

Die Prämieneinnahmen der Compact Grundversicherungen AG sanken aufgrund der tieferen Versichertenzahl von 91,1 Mio. Franken auf 75,3 Mio. Franken. Das versicherungstechnische Resultat fiel dank des tiefen Schadenaufwands pro Versicherten und trotz erheblicher Zahlungen in den Risikoausgleich (34,0 Mio. Franken) erneut sehr positiv aus. Mit 95,9% lag die Combined Ratio nochmals tiefer als im Vorjahr (96,9%).