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Finanzielle Nachhaltigkeit

Mit dem Abschluss von Versicherungen geht Sanitas gegenüber ihren Kundinnen und Kunden langfristige Verpflichtungen ein. Finanzielle Nachhaltigkeit verlangt, dass Sanitas diese Verpflichtungen stets mit hoher Sicherheit erfüllen kann. Sie muss deshalb über ausreichende Rückstellungen und genügend Eigenkapital verfügen. Die Massnahmen zur Gewährleistung der finanziellen Nachhaltigkeit sind darum eng mit dem Risikomanagement von Sanitas verknüpft.

Solvenzanforderungen

Solvenzanforderungen definieren die Eigenmittel, die ein Versicherer benötigt, um die eingegangenen Risiken bei deren Eintritt mit ausreichender Wahrscheinlichkeit zu decken. Die Solvenz von Krankenversicherungen wird nach verschiedenen Methoden beurteilt. Dabei wird nach den Bereichen soziale Krankenversicherung (KVG) und Krankenzusatzversicherung (VVG) unterschieden.

Krankenversicherungen nach KVG müssen für die obligatorische Krankenversicherung ausreichende Reserven bilden, deren Sollbetrag jenem Wert entspricht, den die Reserven im Laufe eines Jahres mit einer Wahrscheinlichkeit von einem Prozent nicht unterschreiten. Dieser Wert muss bis 2017 erreicht werden. Bis dahin müssen die Versicherer über die Sicherheitsreserven nach dem bisherigen Recht verfügen.

Krankenversicherungen, die das Zusatzversicherungsgeschäft betreiben, sind verpflichtet, die Solvenzanforderungen gemäss dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) vom 17. Dezember 2004 zu erfüllen. Dabei muss das Versicherungsunternehmen über ausreichend freie und unbelastete Eigenmittel für seine gesamte Tätigkeit verfügen (Solvabilitätsspanne). Die Details sind in der Aufsichtsverordnung (AVO) vom 9. November 2005 geregelt. Die Solvabilität wird nach Massgabe des Geschäftsumfangs und der anrechenbaren Eigenmittel (Solvabilität 1) sowie nach der Massgabe der Risiken, denen das Versicherungsgeschäft ausgesetzt ist (Schweizer Solvenztest SST), ermittelt.

Die Sanitas Gesellschaften erfüllen die gesetzlichen Kapitalanforderungen per 31. Dezember 2013 ohne Einschränkungen.

Anlagestrategie

Der Verwaltungsrat ist für die Anlagestrategie verantwortlich. Diese beruht auf dem Asset-and-Liability-Konzept, welches verlangt, dass Kapitalanlagen (Assets) und Verpflichtungen (Liabilities) bezüglich Eigenschaften wie Risikograd, Fristen usw. aufeinander abgestimmt werden. Zur Bewertung des Gesamtrisikos des Anlageportfolios wendet Sanitas unter anderem die Value-at-Risk-Methode und die Expected-Shortfall-Methode an.

Versicherungstechnik

Versicherungstechnische Analysen schaffen die Grundlage zur Berechnung adäquater Prämien für die verschiedenen Versicherungsprodukte. Zudem muss Sanitas vorausschauend Reserven und Rückstellungen bilden, die dem Umfang ihres Versichertenbestands und den versicherten Risiken entsprechen. Diese Aufgaben liegen im Kompetenzbereich des Sanitas Aktuariats. Sanitas stellt sicher, dass die Methoden, die zur Festlegung der Rückstellungen angewendet werden, stets den neusten aktuariellen Standards entsprechen.