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Effizientes Leistungsmanagement ist eine Kernaufgabe eines Krankenversicherers. Denn es ist sein Auftrag, besonders auch die Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung im Auge zu behalten. Damit dies nicht zu einer Zunahme der Bürokratie führt, investiert Sanitas in die vermehrte elektronische Rechnungskontrolle, fördert einen automatisierten Datenaustausch, stärkt das Abwicklungsmanagement und will die Zusammenarbeit mit den regelmässigen Leistungserbringern verbessern.

Leistungsmanagement

Das Leistungsmanagement ist der Kern der operativen Tätigkeit eines Krankenversicherers. Mit der neuen Leistungsstrategie und den daraus resultierenden Teilprojekten hat Sanitas Erfolgsfaktoren definiert, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert und die Effizienz erhöht werden kann. Zentral sind die Steigerung der Effizienz, beispielsweise mittels Automatisierung, und verschiedene Initiativen zum Bürokratieabbau.

Mit neuer Leistungsstrategie für die Zukunft gerüstet

Die Hauptherausforderungen von Sanitas liegen in einer effizienten Verarbeitung und Kontrolle der erhaltenen Rechnungen. Im Leistungsmanagement stossen Krankenversicherungen aber an Grenzen. Die neue Leistungsstrategie setzt hier Akzente, denn aufgrund der zunehmenden Komplexität ist es kaum möglich, 100 Prozent der tariflichen und medizinischen Fragen abzudecken. Sanitas wird sich deshalb auf einzelne Indikationen fokussieren, um die Leistungskosten im Griff zu haben sowie die Beratungskompetenz erhöhen zu können. Dies erfolgt via einen gezielten Aufbau von Know-how bei den Mitarbeitenden, aber auch durch externe Vernetzung mit Spezialisten.

Automatisierung und Effizienz in der Leistungsverarbeitung

Die Leistungsverarbeitung ist der personal- und kostenintensivste Bereich der Krankenversicherung. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Sanitas insgesamt 6 Millionen Belege verarbeitet und brutto über 2,5 Milliarden Franken Leistungskosten ausbezahlt. Das entspricht pro Arbeitstag Auszahlungen von beinahe 10 Millionen Franken. Sanitas arbeitet daran, die Automatisierung weiter voranzutreiben. Von 2008 bis 2011 steigerte das Unternehmen den Anteil der automatisch verarbeiteten Rechnungen kontinuierlich von 45 auf beinahe 60 Prozent. Einerseits wurden so mit gleichem Personalbestand mehr Belege verarbeitet, andererseits erfolgte die Auszahlung rascher an die Kunden.

Sparpotential durch Kostenkontrolle realisiert

Als Interessenvertreterin ihrer Versicherten tritt Sanitas für eine aktive Kostenkontrolle ein. Dies ist auch ein Kundenbedürfnis, das in Umfragen geäussert wurde. Sanitas erachtet die Kosten- und Rechnungskontrolle als wirkungsvolles Rezept zur Dämpfung der Prämienentwicklung und prüft Gesuche um Kostenübernahmen konsequent auf ihre Wirtschaftlichkeit hin. Insbesondere kontrolliert das Unternehmen vermehrt, ob die Bedingungen für einen stationären Eingriff gegeben sind oder ob dieser auch ambulant durchgeführt werden kann. Dank moderner Operationstechniken sind heute viele Eingriffe vermehrt ambulant möglich. Allerdings muss der Arzt die Gesamtsituation des Patienten einschätzen und prüfen, ob allenfalls weitere Risikofaktoren einen stationären Aufenthalt nötig machen. Um die Kostenübernahmegesuche seitens der Krankenversicherer richtig beurteilen zu können, ist oft ein Nachfragen bei den medizinischen Fachpersonen nötig. Dies erfordert einen guten Austausch zwischen Krankenversicherung und Leistungserbringer und ein Verständnis der gegenseitigen Verantwortlichkeiten.

Initiativen zum Bürokratieabbau

Auf verschiedenen Ebenen setzt sich Sanitas für den Abbau von Bürokratie, eine direkte und unkomplizierte Zusammenarbeit und eine reibungslose Abwicklung von Leistungsfällen ein – im Sinne der Kunden, aber auch im Sinne guter Beziehungen mit den Partnern.

Bündnis für Bürokratieabbau In Zusammenarbeit mit einigen Spitälern aus dem Kanton Zürich hat Sanitas die Initiative «Bündnis für Bürokratieabbau» gestartet. Sanitas Verantwortliche treffen sich mit Entscheidungsträgern von Zürcher Stadt- und Regionalspitälern, die häufig von Sanitas Kundinnen und Kunden besucht werden. Sie diskutieren Möglichkeiten, bürokratische Abläufe zu vereinfachen oder ganz abzuschaffen und dennoch den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu genügen. Mit der Evaluation von bekannten und der Suche nach neuen Wegen werden eine vereinfachte Abwicklung und ein direkterer Austausch angestrebt. Zu einem späteren Zeitpunkt können die Erkenntnisse hoffentlich auch auf die Zusammenarbeit mit weiteren Spitälern übertragen werden. Davon profitieren schliesslich Krankenversicherung, Spitäler und vor allem aber auch die Patienten und Kunden.

Engere Zusammenarbeit mit Ärztenetzwerken Im Rahmen der Alternativen Versicherungsmodelle arbeitet Sanitas mit 47 Ärztenetzwerken in der Schweiz zusammen. Die regelmässigen Besprechungen drehen sich nicht nur um die Verhandlung und die Erneuerung von Verträgen, sondern auch um Möglichkeiten, die Effizienz, die Qualität und die Zusammenarbeit zu verbessern. Der persönliche Austausch mit den Partnern ist wichtig, um Raum zu schaffen für neue Ideen zu Gunsten einer vereinfachten Abwicklung oder einer unbürokratischen Zusammenarbeit.

Zusammenarbeit mit Partnerkliniken Sanitas ist im regelmässigen Austausch mit verschiedenen öffentlichen und privaten Kliniken, die wichtig für die Betreuung des eigenen Kundenstammes sind. Ob Vertragsverhandlungen im Rahmen der neuen Spitalfinanzierung oder die Präsentation neuer Ansätze: Es gibt immer wieder Gelegenheiten für einen Austausch mit dem Ziel der Verbesserung und der Vereinfachung der Zusammenarbeit. Gerade mit Spitälern, mit denen Sanitas eine feste Kooperation verbindet, ergibt sich ein Vertrauensverhältnis, welches eine solide Grundlage für konkrete Massnahmen zum Bürokratieabbau bildet. Eine gute Zusammenarbeit erleichtert die Prüfung von Kostengutsprachen im Stichprobenverfahren – und ermöglicht damit in der Regel eine raschere Erteilung.